Umstrittenes Tor bringt TuS-Reserve drei Punkte
Die zweite Mannschaft der TuS Koblenz hat ihr Heimspiel gegen den VfB Linz mit 1:0 für sich entschieden. Neuzugang Tino Lagator war der Torschütze des Tages in einem umkämpften Spiel mit zahlreichen Verwarnungen, das für den Aufgalopp nach der Winterpause auch schon eine ordentliche Qualität aufwies.
Die spielentscheidende Szene am Sonntagnachmittag ereignete sich in der 56. Spielminute. Nach Vorarbeit Jan Hawels traf Tino Lagator für die Schängel ins Linzer Tor. Die Gastgeber freuten sich über das 1:0, die Linzer Spieler hatten Redebedarf mit Schiedsrichter Bernd Augustin. Ansonsten gut und mit, wie VfB-Spielertrainer Michael Theuer attestierte, „mit viel Fingerspitzengefühl“ pfeifend, hatte das Gespann um den Spielleiter aus Mainz in dieser Szene möglicherweise gleich zweimal nicht richtig hingeschaut. Ein vermeintliches Handspiel von Wegbereiter Hawel wurde genauso wenig geahndet wie eine mögliche Abseitsposition Lagators. „Es ist natürlich bitter, dass diese Entscheidung das Spiel entschieden hat. Eigentlich war es ein typisches Unentschieden-Spiel, das keinen Verlierer gehabt hätte“, kommentierte Theuer nach 90 ausgeglichenen und vom Kampf geprägten Minuten. Das sah auch der Koblenzer Coach Markus Breitbach so: „Ein Punkt wäre für uns schon ein ordentliches Ergebnis gewesen, drei Zähler sind natürlich noch besser. Diesmal hatten wir das Quäntchen Glück auch auf unserer Seite.“
Die Koblenzer begannen die Begegnung mit viel Schwung. Jan Hawel wurde beim ersten Angriff in guter gefoult und Kohki Kazama setzte den anschließenden Freistoß an den Außenpfosten. „Die erste Viertelstunde hat mir richtig gut gefallen, aber dann haben wir die Linie verloren“, beschrieb Breitbach die erste Halbzeit, in der seine Truppe schließlich sogar Glück hatte, nicht in Rückstand zu geraten. Linz hatte nämlich drei exzellente Gelegenheiten. Dzenis Ramovic, älterer Bruder von TuS-Stürmer Edis Ramovic, scheiterte nach 21 Minuten an Keeper Kevin Birk, kurz später rettete Kazama unmittelbar vor der Torlinie. Auch bei Michael Theuers Freistoß (31.) fehlte nicht viel, als dieser an der Unterkante der Latte landete. „Wir konnten froh sein, mit dem 0:0 in die Kabinen zu gehen“, gab Breitbach zu.
Nach Wiederbeginn hatte die TuS wieder Vorteile und schoss in Person von Tino Lagator zum 1:0 ein. Der VfB gab bis zur letzten Minute alles, um noch zum möglichen Ausgleich zu kommen. Aber ernsthaft in Gefahr wurde das TuS-Tor nicht mehr gebracht. René Weiss
TuS Koblenz II – VfB Linz 1:0 (0:0)
Koblenz II: Birk, Wagner, Dahm, Klappert, Tan, Urwin, Kazama (87. Löhr), Lagator, Hawel, E. Hadzic, Ramovic (72. Buhler).
Linz: Kotula, Alt, Rings (85. Krupp), Freymann, Schiela, Gronwald, Lotutala, Sejdija (75. Varelis), E. Ramovic, Theuer, Akcakoca (85. Hammerstein).
Schiedsrichter: Bernd Augustin (Mainz).
Tor: 1:0 Tino Lagator (66.).
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